BenQ steigert Verkaufszahlen - wird nun alles besser?
So schön hat es am Anfang ausgesehen. Ein fröhliches Lila Logo, frischer Wind und jede Menge Innovationen. Siemens Mobile wurde und wird BenQ-Siemens, SiQ oder einach BenQ Mobile. Doch große Veränderungen können große Probleme bringen. Fünfzehn Prozent der Arbeitsplätze wurden gestrichen, die Handys wurden anders und das Einzigartig, was Siemens bisher interessant machte, war nun nur noch ein Haufen überstylter Plastikteile. Langsame Firmware, instabile Firmwares, unbrauchbare Firmwares - alles nichts neues - doch genau dort hoffte man auf Veränderungen.

Doch jetzt ist erstmals ein Lichtstreif am Horizont zu erkennen: Der Absatz ist erstmals wieder gestiegen, und zwar erheblich. Eine Verbesserung von 17 Prozent brachte der Verkauf von 2,9 Millionen Handys im zweiten Quartal diesen Jahres im Gegensatz zu 2005 (von nur 2,4 Mio. Stück). Eine größere Steigerung konnte lediglich Motorola mit 21 Prozentpunkten erzielen.

Die intensive Werbung und gute Marktforschung waren für diesen Erfolg sicher ausschlaggebend. Dennoch sollte im weiteren Verlauf der BenQ-Strategie wieder mehr auf Qualität gesetzt werden - dann erledigt sich das mit der Werbung von ganz alleine.

Trotz allem - Produktmäßig gab es schon einiges erfreuliches zu bestaunen. Auch wenn Mängel immer und überall gefunden werden können - im Vergleich mit anderen Marken kann sich BenQ wirklich sehen lassen. Gerade Spitzenprodukte wie der S68, das S88 oder das EF81 sind gute Massenprodukte und Flagschiffe zugleich.

Es bleibt spannend. Hoffen wir das Beste, Grund haben wir nämlich - hat BenQ doch eindeutig bewiesen, dass es die Tradition von Siemens mit asiatischen Innovationen gut kombinieren kann.

3.09.2006, 18:38 Uhr
 
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