| Auf der Suche nach einem Partner für das Siemens Handygeschäft ist man laut Financial Times Deutschland nun endlich fündig geworden. Es soll sich nach Aussage der Zeitung um das taiwanesische Unternehmen BenQ handeln.
Werder Siemens noch BenQ wollten diese Meldung kommentieren. In einer außerordentlichen Sitzung werde der Aufsichtsrat in München am (heutigen) Montag "den Stand der Dinge in Sachen Siemens mobile erörtern", bestätigte ein Konzernsprecher der Zeitung.
Die Taiwaner könnten ihr Gespür für Branchentrends und gute Marktkenntnis mit einbringen, berichtet die Zeitung am Montag. Derzeit hätten sie einen Marktanteil bei Handys von vier Prozent. Etwa 60 Prozent des Umsatzes werde mit der Produktion für andere Unternehmen erwirtschaftet. BenQ, eine Ausgründung des Computerherstellers Acer, stellt auch Flachbildschirme und Laptops her.
Fraglich bleibt indes ob diese Maßnahme noch rechtzeitig kommt. Am Handymarkt hatte Siemens in letzter Zeit immer mehr Boden verloren, was mit Sicherheit auch an der Unsicherheit über die Zukunft des Unternehmens lag. Hier müssen sich die verantwortlichen Manager fragen ob eine zu lange Wartezeit nicht eher geschadet als durch eine durchdachte Lösung genutzt hat.
Genaueres über die Zukunft der Siemens Handysparte und ob BenQ tatsächlich das erwähnte Partnerunternehmen ist erfahren wir wahrscheinlich morgen. |