BenQ will Siemens als Marke längerfristig nutzen
Der taiwanesische Elektronikkonzern BenQ will nach der Übernahme des Siemens Handygeschäfts die Marke Siemens noch länger nutzen. BenQ wolle gerade im obersten Preissegment Mobilfunkgeräte unter einer Doppelmarke anbieten, schrieb Siemens- Handychef Clemens Joos nach Angaben der "Financial Times Deutschland" in einer Mitteilung an die Mitarbeiter.

Anfang des kommenden Jahres sollen die ersten neuen Geräte mit der Doppelmarke in Barcelona vorgestellt worden. Zuvor war spekuliert worden, dass BenQ schon ab dem Herbst ganz auf die Marke Siemens verzichten könnte. Joos soll künftig die Handysparte von BenQ führen. Ziel der Fusion sei es nicht primär, Kosten zu sparen, betonte er in der Mitarbeiter-Nachricht. Vielmehr sollten die Stärken beider Marken intelligent verbunden werden, um höhere Umsätze zu erzielen. Dabei wolle BenQ Siemens vor allem auf mittel- und hochpreisige Geräte setzen. Daneben solle es dann noch Billiggeräte für Wachstumsmärkte wie Indien geben.

Regional will BenQ Siemens künftig Entwicklung, Einkauf und Logistik für Asien und den westlichen Markt getrennt halten. Dazu gründet BenQ demnach zwei so genannte "Produkthäuser", die jeweils verantwortlich sind für die jeweiligen Märkte. Zusammengeführt werde hingegen das Marketing, schrieb Joos dem Zeitungsbericht zufolge.

23.07.2005, 14:33 Uhr
 
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