| Jetzt steht es also fest: Nachdem die Aufsichtsräte von T-Mobile Österreich und Deutschland grünes Licht gegeben haben, genehmigte nun auch die Deutsche Telekom das Übernahmevorhaben. Der viertgrößte Mobilfunkbetreiber tele.ring, der erst im Mai 2000 seinen Betrieb gestartet hat, wechselt den Eigentümer und wird bis Jahresende für 1,3 Milliarden Euro an T-Mobile verkauft.
Abgesehen von der ungewissen Situation für die rund 640 Angestellten ist ebenso unbekannt, was mit den Kunden und deren Tarifmodellen passieren soll. Unterzeichnet sei der Kaufvertrag allerdings noch nicht, es müssten noch einige Details ausgehandelt werden.
Georg Pölzl, CEO von T-Mobile Austria, rechnet jedoch mit einer Unterschrift vor dem kommenden Montag. Aufgrund der Übernahme durch T-Mobile wird es am österreichischen Mobilfunkmarkt nun wieder enger. Die Telekom-Tochter wird mit 3,1 Millionen Kunden knapp mit dem aktuellen Marktführer mobilkom austria gleichziehen, welcher zur Zeit 3,3 Millionen Kunden aufweist.
Gestern hatte der Betriebsrat von tele.ring die Meldung zurückgewiesen, nach welcher jeder Mitarbeiter als Abfindung für seine "guten Leistungen" zwölf Monatsgehälter ausgezahlt bekommen soll (AreaMobile berichtete). Nach Aussage von Georg Pölzl soll es folgendermaßen aussehen: Die Angestellten sollen eine "faire Anerkennung für die hervorragenden Leistungen" in Form von sechs Monatsgehältern bekommen - dabei spielt es keine Rolle, ob sie von T-Mobile weiter beschäftigt werden.
Ob der Zusammenschluss für die österreichische Bevölkerung ein Segen oder ein Fluch werden wird, ist bis jetzt noch nicht abzusehen. Allerdings sehen die Karten für die restlichen Netzbetreiber deutlich schlechter aus. One betreut derzeit 1,5 Millionen Kunden und ist im Vergleich zum zweitgrößten Netzbetreiber knapp 50 Prozent kleiner. Der reine UMTS Netzbetreiber 3, welcher derzeit knapp 300.000 Kunden besitzt, könnte den Zusammenschluss ebenfalls bitter zu spüren bekommen. |