Doch keine verschmelzung von Siemens und BenQ?
Welche Marke die von der Siemens Ex-Handy-Sparte produzierten Mobiltelefone ab Oktober tragen werden, scheint beim neuen Besitzer, dem taiwanischen Elektronikkonzern BenQ, immer noch nicht endgültig geklärt zu sein. Zuletzt hieß es, dass die Handys entweder nur noch mit dem BenQ-Logo oder aber mit einer neuen Doppelmarke versehen werden. Aus unternehmensinternen Kreisen wurde jetzt allerdings bekannt, dass eine komplette Verschmelzung der beiden Handy-Sparten nicht mehr geplant sei und man stattdessen zwei so genannte "Produkthäuser" gründen will, die jeweils für den asiatischen und den westlichen Markt verantwortlich seien.

Offensichtlich will der BenQ-Vorstand damit der vielfach geäußerten Kritik entgegentreten, wonach die beiden Unternehmenskulturen kaum miteinander vereinbar wären. Kurz nach Abschluss der Vertragsverhandlungen kündigte BenQ bereits an, dass die deutschen Mitarbeiter drastische Einschnitte zu erwarten hätten, um sich der asiatischen Arbeitskultur anzupassen – ein Teil der Produktion sollte sogar nach Asien verlegt werden. Die vergangene Woche vorgelegten Quartalszahlen von BenQ ließen ebenfalls nichts Gutes erwarten, denn der Einbruch im eigenen Handygeschäft könnte sich auch negativ auf die Arbeitsplätze in Deutschland auswirken.

Jetzt sollen die beiden Organisationen ihre Kosten, Qualität und Produktangebote selbst an die regionalen Bedürfnisse anpassen und dementsprechend verantworten. Aus betriebswirtschaftlicher Perspektive ist dieser Schritt zu begrüßen, denn damit können die Stärken beider Marken effizient genutzt und verbunden werden.

23.08.2005, 12:00 Uhr
 
Zurück zur Übersicht  
 
 
Zufälliges Hintergrundbild
Zufälliger SMS Spruch
Ich habe mich verliebt in diese schönen Augen, diesen sinnlichen Mund, diesen genialen Körper... so ein Spiegel macht schon Spaß!
alt
© Copyright 2006: Siemens-S75.de | Impressum