BenQ Mobile: Profitabilität wichtiger als Marktanteile
benq-profit BenQ will nach der Übernahme der Siemens-Handysparte vor allem durch eine gute Marktposition im Highend-Segment schnell die Verlustzone verlassen. "Oberste Priorität ist, dass wir wieder profitabel werden wollen", sagte BenQ Mobile-Sprecher Stefan Müller heute auf einer Pressekonferenz in Wien. Ziele oder Erwartungen an die Umsatzentwicklung wollte BenQ dagegen nicht bekannt geben. BenQ gab heute in der österreichischen Hauptstadt die Gründung von BenQ Mobile CEE (Zentral- und Osteuropa) bekannt. Von Wien aus sollen die Geschäfte in 17 Ländern Zentral- und Osteuropas gesteuert werden. BenQ Mobile CEE beschäftigt derzeit nach eigenen Angaben knapp 100 Mitarbeiter.

Marktanteil auf 5,2 Prozent abgestürzt
Auch auf dem deutschen Markt steht der finanzielle Erfolg im Vordergrund. Erst langfristig sollen auch die Marktanteile wieder wachsen. Vor allem werde jedoch der Anteil von hochpreisigen Geräten etwa im Multimedia- oder UMTS-Bereich deutlich ausgebaut, so Müller. Auf dem internationalen Handymarkt will BenQ nach der Übernahme der Siemens-Handysparte jedenfalls langfristig zu einem der führenden Hersteller aufsteigen. Der geschätzte gemeinsame Marktanteil belief sich im ersten Halbjahr 2005 nach Gartner-Zahlen auf etwa 5,2 Prozent.

Lieferanten unter Druck
Um die ehemalige Siemens-Handysparte so schnell wie möglich aus den roten Zahlen zu führen hatte BenQ Mobile-Chef Clemens Joos die Lieferanten unter Druck gesetzt. "Sie müssen extrem wettbewerbsfähig fertige Komponenten liefern, die einen geringeren Entwicklungsanteil von uns erfordern", sagte Joos der Welt am Sonntag. Außerdem soll der F&E-Bereich stärker ins Ausland verlegt werden.

20.10.2005, 18:00 Uhr
 
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